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Peta will Zucht von Rassehunden verbieten: „Das hat mit Tierschutz nichts zu tun!”

Meinung

Peta will Zucht von Rassehunden verbieten: „Das hat mit Tierschutz nichts zu tun!”

Hunde verschiedener Rassen sitzen nebeneinander auf weißem Hintergrund
Wenn es nach der Tierrechtsorganisation Peta gehen würde, gäbe es keine gezielte Rassehunde-Zucht mehr. Unsere Autorin hat dazu eine klare Meinung.Foto: Getty Images

Die Tierrechtsorganisation Peta fordert seit Jahren die Politik auf, die Zucht von Heimtieren und damit auch Rassehunden massiv einzuschränken. PETBOOK-Autorin Manuela Lieflaender findet: Mit Tierschutz hat das nichts zu tun!

Rassehunde wird es bald nicht mehr geben – zumindest, wenn es nach dem Willen von Peta geht. Die einflussreiche Tierrechtsorganisation fordert in einer Petition ein sogenanntes „Heimtierschutzgesetz“. Ein Baustein des Gesetzes soll die „massive Eindämmung der Zucht aller Heimtiere“ sein. Das würde bedeuten, wer sich in Zukunft einen Labrador, einen Dackel, einen Chihuahua, einen Rhodesian Ridgeback oder einen Australian Shepherd aus verantwortungsvoller Zucht zulegen möchte, hat schlechte Karten.

Darum kämpft Peta gegen Rassehunde

Peta kämpft schon seit Jahren gegen die Zucht von Rassehunden, mit der Begründung, dass es im Tierschutz genug Hunde gibt, die ein neues Zuhause suchen. Das ist auch richtig.

Doch woher kommen diese Hunde, die in Tierheimen und Pflegestellen sitzen?  Ein großer Teil ist aus dem Ausland nach Deutschland gebracht worden. Andere stammen von der Welpenmafia. Sie stammen von irgendwelchen Hinterhof-Vermehrern aus Osteuropa und werden – wenn sie nicht beschlagnahmt wurden – von Menschen abgegeben, die überfordert sind. Das heißt, die Hunde und ihre Elterntiere haben meistens unvorstellbares Leid erlebt. Sie sind traumatisiert und krank. 

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Hunde-Vermehrer reiben sich die Hände

Wenn jetzt das tatsächlich die Zucht von Hunderassen verboten wird, wie Peta es fordert, reiben sich dubiose Tierschutzvereine, Händler und Vermehrer noch mehr die Hände als ohnehin schon.

Dann wird es keine Züchter mehr geben, die sämtliche Untersuchungen und Tests machen lassen, damit die Hunde frei von erblichen Krankheiten sind und einen guten Charakter haben.

Stattdessen haben wir nur noch Hunde mit nebulöser Vorgeschichte und Verhaltensauffälligkeiten, die man erst dann kennenlernt, wenn man sie zu Hause sitzen hat.

Was hier von Peta gefordert wird, hat in Wahrheit mit Tierschutz nichts zu tun

Wer nachhaltig etwas gegen Tierleid tun will, der muss politisch in den jeweiligen Ländern aktiv werden. Nur auf diese Weise wird es keine Welpenmafia, keine Tötungsstationen und keine Straßenhunde mehr geben, die „gerettet“ werden müssen.

Wenn aber weiter mit solchen Hunden Geld verdient werden kann, wird das Tierleid niemals enden. Und noch eins, liebe Tierschutzorganisation Peta: Rassehunde aus einer seriösen Zucht landen nicht im Tierheim.

Verantwortungsvolle Züchter kaufen ihre Hunde zurück. Abgesehen davon stehen sie ihren Welpenkäufern ein Hundeleben lang mit Rat und Tat zur Seite, wenn es mal Probleme mit dem Vierbeiner gibt. Das ist nachhaltiger Tierschutz.

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