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Tipps, wie man hartnäckige Hundegerüche wieder loswird

Wenn Shampoo nicht mehr hilft

Tipps, wie man hartnäckige Hundegerüche wieder loswird

Ein Hund beschnuppert sich selbst
Manchmal ist es gar nicht so einfach, die fiesen Gerüche aus dem Fell zu bekommen, nachdem sich der Hund in Kot, Aas oder ähnlichem herumgewälzt hat. Foto: Getty Images

Die meisten Hunde lieben es, sich ausgiebig in Schlamm und Dreck zu wälzen! Aber auch intensiv riechende Dinge wie tote Tiere oder Hinterlassenschaften ziehen manche Hunde magisch an. Nicht gerade zur Freude der Halter. Immerhin müssen Herrchen oder Frauchen anschließend den Kot ausbürsten und den widerlichen Geruch aus dem Fell wieder herausbekommen. PETBOOK verrät Tipps und Tricks, wie man üble Gerüche am Vierbeiner wieder loswird.

Warum müssen sich Hunde überhaupt genüsslich in Dreck, Kot oder sogar Aas wälzen? Beim Schlammbad lässt sich diese Frage recht einfach beantworten: Es ist für unsere Vierbeiner eine Möglichkeit zur Fellpflege. Trocknet der Schlamm ein, bildet er eine Art Schutzschild vor Sonne, Regen und Kälte, aber auch vor Parasiten. Aber warum kommt der Hund voller Freude auf uns zu gerannt, wenn er sich gerade in Kot oder bestialisch stinkendem Aas gewälzt hat? Früher nahm man an, das Verhalten stammt von seinen Verwandten, den Wölfen, die sich gerne in stinkenden Sachen wälzen, um sich so bei der Jagd vor ihrer Beute tarnen, indem sie ihren Eigengeruch übertünchen. Heute geht man davon aus, dass Hunde sich in stark riechenden Dingen wälzen, um sich damit zu parfümieren. Denn was für uns furchtbar stinkt, ist für die Hundenase ein interessanter und mitunter attraktiver Geruch, nachdem sie gerne duften und anderen Artgenossen imponieren möchten. Sich in stinkendem Aas oder Kot zu wälzen, gehört also zum natürlichen Verhalten des Hundes und ist zudem wichtig für sein Wohlbefinden! Natürlich kann man versuchen, dies abzutrainieren, aber auch bei dem best erzogensten Hund bleiben Malheure gelegentlich nicht aus.

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Wie entferne ich lästige Hundegerüche? 

Hat sich der Vierbeiner beim Gassigehen wieder ausgiebig gewälzt, reicht die Geruchspalette von leicht unangenehm bis unerträglich eklig. Nun muss man aktiv werden, wenn man den Gestank loswerden will, denn der strömt nicht nur aus dem Fell, sondern hat sich im schlimmsten Fall schon überall in der Wohnung oder sogar im Auto festgesetzt.

Erster Schritt: Das Fell reinigen 

Manchmal lassen sich Kot oder Dreck nach dem Trocknen einfach aus dem Fell bürsten. Reicht dies nicht aus, muss der Hund in die Wanne und mit einem speziellen Hundeshampoo gewaschen werden. Da die Haut des Hundes einen höheren pH-Wert besitzt als wir Zweibeiner, sollte man dafür auf keinen Fall ein Shampoo für Menschen verwenden. Auch das Fell ist von Hund zu Hund unterschiedlich und braucht eine entsprechende Pflege.

Darf der Hund aus gesundheitlichen Gründen nicht baden, gibt es saugfähige Trockenshampoos, die man einsetzen kann. Auch Backpulver ist ein simples und günstiges Mittel, um Dreck und Gerüche zu mildern. Dafür massiert man das Pulver in das Fell ein. Dort saugt es die Feuchtigkeit aus dem Fell auf und kann anschließend einfach ausgebürstet werden. Man sollte nur aufpassen, dass es nicht in die Augen und Ohren gelangt.

Duftsprays oder Mittel, die Gerüche neutralisieren sollten auf keinen Fall am Hund zum Einsatz kommen. Sie werden meist synthetisch hergestellt und können für die empfindlichen Schleimhäute unangenehm werden. Wer damit Möbel oder Teppiche behandeln möchte, darf dies nur tun, wenn sich der Vierbeiner nicht in dem Raum aufhält, in dem es versprüht wird. Allerdings gibt es noch mehr Tricks und Kniffe, um fiese Hundegerüche zu neutralisieren:

Der Tomaten-Tipp gegen fiese Hundegerüche 

Helfen auch drei Liter Shampoo nicht weiter und der Hund stinkt noch immer wie ein verwestes Kaninchen, kommt der ultimative Hunde-Insider-Tipp zum Einsatz: Tomatensaft oder Ketchup. Ist das Hundeshampoo ausgewaschen, werden die besonders schlimmen Stellen mit Tomatensaft oder Ketchup einmassiert. Kurz einwirken lassen, ausspülen und trocken rubbeln. Ist der Hund ganz trocken, soll er wieder wie ein normaler Hund riechen. Das grenzt doch an Zauberei! 

So befreien Sie Auto und Wohnung von Gestank

Meist verteilt der Hund sein Parfüm gerne in Auto und Wohnung, noch bevor man dazu kommt, ihn zu reinigen. Dazu zählen neben den Böden auch Sofas, Autositze, aber natürlich auch die Schlaf- und Liegeplätze. Sämtliche Kissenbezüge und Decken sollten aber ohnehin einmal die Woche in die Wäsche kommen. Bitte geben Sie jedoch keinen Weichspüler in die Trommel! Stattdessen haben sich folgende Mittel bewährt:

Essig 

Hat sich der Geruch bereits in den Autopolstern oder Zuhause festgesetzt, hilft ein Spritzer Essig im Wisch- und Putzwasser. Polster und Teppiche kann man mit verdünntem Essig tränken und, wenn sie getrocknet sind, absaugen. Auch Parkett- oder Linoleumböden kann man mit dem Essigwasser abziehen. Der Essiggeruch verfliegt relativ schnell, wenn man gut durchlüftet. 

Effektive Mikroorganismen

Viele schwören auf sogenannte effektive Mikroorganismen. Sie sollen unangenehme Gerüche binden, ohne diese mit Duftstoffen zu überlagern. Man kann sie mit ins Putzwasser geben. Der Vorteil: Sie riechen nicht so stark wie Essig und können trotzdem unangenehme Gerüche neutralisieren. Angeblich wirken sie sogar, wenn der Hund unter Mundgeruch leidet. Generell sind Mikroorganismen zu empfehlen, da sie weder die Gesundheit noch die Umwelt belasten, sie bekämpfen starke Gerüche allein durch ihren Stoffwechsel. 

Quellen

Themen

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