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Juckreiz und Ausschläge

Wie man eine Nahrungsmittelallergie bei Hund und Katze erkennt

Hund kratzt sich auf dem Sofa
Wenn der Hund sich immer wieder kratzt, könnte eine Nahrungsmittelallergie dahinterstecken Foto: Getty Images
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PETBOOK Redaktion

14. November 2025, 14:31 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Juckreiz, Hautausschläge oder entzündete Pfoten – wenn sich solche Beschwerden bei Hund oder Katze immer wieder zeigen, schrillen bei Tierfreunden die Alarmglocken. Die Ursache könnte dabei näherliegen, als viele vermuten: Das Futter selbst kann zum Auslöser werden. Denn auch Tiere können allergisch auf bestimmte Nahrungsmittelbestandteile reagieren. Was Halter wissen sollten – und wie eine sogenannte Ausschluss-Diät helfen kann, den Übeltäter zu entlarven.

Wenn das Immunsystem vom Haustier überreagiert

Womöglich liegt die Antwort im Futternapf. Denn auch Hund und Katze können mit der Zeit Nahrungsmittelallergien entwickeln, so die Tierschutzstiftung Vier Pfoten. Ist das passiert, deutet das Immunsystem des Tiers harmlose Eiweißbausteine im Futter als große Gefahr. Als Folge werden Botenstoffe ausgeschüttet, die unangenehme Beschwerden mit sich bringen. 

Häufige Auslöser für Nahrungsmittelallergien sind „Vier Pfoten“ zufolge: 

  • Bei Hunden: Rind- und Lammfleisch, Geflügel, Getreide, Milchprodukte
  • Bei Katzen: Rindfleisch, Huhn, Fisch

Das sind Anzeichen für eine Nahrungsmittelallergie

Neben Juckreiz, Ausschlägen, wiederkehrenden Entzündungen und Fellverlust sind diese Symptome typisch für Nahrungsmittelallergien: 

  • Bei Hunden kann es zu Erbrechen, Durchfall und Blähungen kommen.
  • Bei Katzen ist häufig eine übermäßige Fellpflege sowie verstärktes Kratzen und Lecken zu beobachten – bis hin zu Wunden auf der Haut. 

Wer merkt, dass der vierbeinige Liebling unter solchen Beschwerden leidet, sollte das beim Tierarzt oder der Tierärztin abklären lassen – auch um andere Erkrankungen auszuschließen. 

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Verdacht abklären mit der Ausschluss-Diät

Worauf genau reagiert mein Tier? Auf der Suche nach einer Antwort kommt die sogenannte Ausschluss-Diät ins Spiel. Sie sollte in Absprache mit Tierarzt oder Tierärztin durchgeführt werden. 

Dabei steht für den Vierbeiner zunächst nur eine einzige tierische Proteinquelle auf dem Speiseplan. Gut eignet sich zum Beispiel Pferdefleisch, da es als hypoallergen gilt. 

Getreide und Milchprodukte sind bei einer Ausschluss-Diät erst einmal tabu – schließlich können auch sie mögliche Allergieauslöser sein. „Eventuell kann man Futter wählen, das zudem Kohlenhydratzusätze wie Süßkartoffel oder Pastinake enthält“, rät Tierärztin Sabrina Karl von Vier Pfoten. 

Hund oder Katze sollten mindestens sechs bis acht Wochen nach der Ausschluss-Diät ernährt werden. In dieser Zeit sollten die Allergie-Symptome abklingen. Die wichtigste Regel, damit dieser Plan auch aufgeht: keine Ausnahmen. „Fremdnaschen von anderen Leckerlis ist währenddessen absolut tabu“, so Karl. 

Nach und nach durchprobieren

Ist der Zeitraum abgeschlossen, können Tierbesitzer eine zweite Proteinquelle dazunehmen und auch sie einige Wochen lang füttern. Kehren die Symptome zurück? Wenn ja, ist man dem Auslöser auf der Spur. Geht es dem Tier hingegen gut, können Besitzerinnen und Besitzer nach und nach weitere Proteinquellen hinzufügen – bis sich wieder Auffälligkeiten zeigen. 

Der Auslöser ist gefunden? Sehr gut. Künftig sollte er konsequent vom Speiseplan des Tiers gestrichen werden. Vier Pfoten rät, sich in der Tierarztpraxis oder von Spezialisten für Tierernährung beraten zu lassen, worauf man nun bei der Ernährung achten kann, damit das Tier gut versorgt ist.

Mit Material der dpa

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