17. Dezember 2025, 16:52 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer für seinen Hund selbst backt, profitiert von einem entscheidenden Vorteil: Man weiß ganz genau, was drin ist. Denn viele Zutaten, die in industriell gefertigten Produkten stecken, möchte man seinem Vierbeiner lieber ersparen. Außerdem lassen sich die Rezepte ganz individuell anpassen, zum Beispiel bei Unverträglichkeit. PETBOOK erklärt, worauf es beim Backen von Hundekeksen ankommt und stellt ein paar Rezepte vor.
Diese Zutaten sind für Hundekekse geeignet
Je nach Geschmack und Verträglichkeit dürfen eine Vielzahl frischer Zutaten verarbeitet werden. Dazu zählen unter anderem Fleisch, Geflügel, Fisch und Gemüse. Auch Nüsse, Honig, Eier und Milchprodukte sind grundsätzlich erlaubt. Ein weiterer Vorteil: Auf mögliche Allergien lässt sich unkompliziert Rücksicht nehmen – problematische Lebensmittel werden einfach weggelassen.
Diese Zutaten haben im Hundekeks nichts verloren
Was für uns Menschen in Weihnachtsplätzchen dazugehört, kann für Hunde gefährlich werden. Einige Zutaten sind für Tiere sogar giftig – sie führen nicht selten zu Durchfall, Erbrechen oder anderen Beschwerden. Daher sollten folgende Stoffe in selbst gebackenen Hundekeksen unbedingt vermieden werden: Zucker, Schokolade, Rosinen, Kakaopulver und Gewürze.
Welches Mehl ist für Hundekekse empfehlenswert?
Als Bindemittel kommen viele Mehlsorten infrage: Weizen-, Roggen-, Gersten-, Hafer- oder Dinkelmehl sind problemlos verwendbar. Dabei sind Vollkornvarianten besonders nährstoffreich und daher zu bevorzugen. Bei Hunden mit einer Glutenunverträglichkeit eignen sich glutenfreie Alternativen wie Hirsemehl, Reismehl, Maismehl oder Kartoffelmehl.
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So bleiben selbst gebackene Hundekekse länger frisch
Da selbst gemachte Leckerlis ohne Konservierungsstoffe auskommen, ist die richtige Lagerung besonders wichtig. Entscheidend ist, ob die Kekse Fleisch, Fisch oder Geflügel enthalten. Snacks mit tierischen Bestandteilen sollten immer im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb einer Woche verfüttert werden. Größere Mengen lassen sich gut portionsweise einfrieren.
Kekse ohne Fleisch halten sich rund drei bis vier Wochen – vorausgesetzt, sie werden richtig gelagert. Ideal sind Blechdosen oder Kartons an einem kühlen Ort. Wichtig: Die Behälter sollten nie luftdicht verschlossen werden, da sich sonst leicht Schimmel bilden kann. Deshalb den Dosendeckel immer leicht geöffnet lassen. Wer ganz sicher gehen will, lässt die Kekse nach dem Backen im leicht geöffneten Ofen über Nacht nachtrocknen. Werden sie als Geschenk in Tütchen verpackt, sollte auch hier für Luftzirkulation gesorgt werden – etwa durch kleine Luftlöcher.1
Rezepte für gesunde Hundekekse zum selbst backen
Wilde Kartoffel-Plätzchen – Hundekekse ohne Getreide*
Zutaten:
- 200g Kartoffelmehl
- 100g gewolftes Fleisch (z.B. Wild)
- 2 TL Guarkernmehl (alternativ 1 Ei)
- 2 EL Rapsöl
- etwas Wasser nach Bedarf
Zubereitung: Alle Zutaten vermischen, ausrollen und nach Belieben Plätzchen ausstechen. Bei etwa 160 Grad 25 Minuten backen (je nach Dicke der Plätzchen).
Nährwertgehalte pro 100 g (bei Verwendung von Guarkernmehl):
- Eiweiß: 9 g
- Kohlenhydrate: 68 g
- Fett: 10 g
- Ballaststoffe: 0 g
- Kaloriengehalt: 400 kcal/100 g
Lecker-Schmecker-Kekse*
Zutaten:
- 330 g Mehl
- 2 Eier (M)
- 60 ml Vollmilch
- 60 ml Sahne
- 150 g Haferflocken
- 50 g geriebener Käse (z. B. Emmentaler)
- 8 g Backpulver
- 70 g Butter
- 3 EL Sonnenblumenöl
Zubereitung:
Das Mehl mit dem Backpulver in einer großen Schüssel mischen. Dann nach und nach die restlichen Zutaten dazugeben und alles zu einem Teig kneten, bis er nicht mehr klebt. Wenn Sie die Haferflocken vorher mit der Milch und der Sahne pürieren, wird der Teig zarter. Anschließend den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. Am nächsten Tag kann der Teig ausgerollt und beliebig mit Plätzchenformen ausgestochen werden. Gebacken wird das Ganze dann für 20 Minuten bei 160° Celsius.
Nährwertgehalte pro 100 g:
- Eiweiß: 16 g
- Kohlenhydrate: 47 g
- Fett: 31 g
- Ballaststoffe: 5 g
- Kaloriengehalt: 490 kcal/100 g
*Die Rezepte wurden uns mit freundlicher Genehmigung von Napfcheck.de zur Verfügung gestellt2