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Fruchtiger Snack

Dürfen Hunde Mandarinen fressen? Das sollten Sie wissen

Hund mit Mandarine
Für viele führt im Herbst und Winter kein Weg an Mandarinen vorbei. Aber dürfen auch Hunde Mandarinen essen? Foto: Getty Images
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Ninja Sinke Autorin

19. Dezember 2025, 11:01 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wenn in der kalten Jahreszeit der Duft frischer Mandarinen durch das Haus zieht, ist der neugierige Vierbeiner meist nicht weit. Schon wird mit dem typischen Hundeblick so lange gebettelt, bis er ein Stück abbekommt. Doch ist die süß-säuerliche Zitrusfrucht überhaupt für Hunde geeignet? Die Antwort überrascht – denn obwohl Zitrusfrüchte allgemein als ungeeignet für Hunde gelten, gibt es bei Mandarinen eine besondere Ausnahme. PETBOOK erklärt, worauf Hundebesitzer achten sollten.

Mandarinen für Hunde – auf die Menge kommt es an

Obst kann ein gesunder Bestandteil der Hundeernährung sein, denn es liefert Vitamine, Energie und Flüssigkeit. Gerade Zitrusfrüchte sollten Hunden dennoch nicht bedenkenlos angeboten werden, warnt das „Tiermedizinportal“. Das liegt am hohen Säuregehalt der Zitrusfrüchte. Bei Mandarinen gibt es jedoch tatsächlich eine Ausnahme: Abhängig von der Menge der Frucht sei es für Hunde unbedenklich, Mandarinen zu fressen. Das liegt daran, dass Mandarinen im Vergleich zu anderen Zitrusfrüchten weniger Fruchtsäure enthalten.

Wie bei vielen Lebensmitteln gilt auch hier: Die Menge macht den Unterschied. Wenn der Hund Mandarinen mag, sollten sie ausschließlich als gelegentliche Belohnung dienen. Dabei sollte die verfütterte Menge nicht mehr als zehn Prozent des täglichen Kalorienbedarfs des Hundes ausmachen. Besonders kleinere Hunde mit geringerer Kalorienzufuhr sollten entsprechend weniger erhalten. Im Zweifel empfiehlt sich die Rücksprache mit einem Tierarzt.

Wenn der Hund zu viele Mandarinen gefressen hat

Trotzdem kann es beim Verzehr sehr großer Mengen an Mandarinen dennoch zu einer Übersäuerung des Magens kommen. In diesem Fall wird die Magenschleimhaut durch die Fruchtsäure gereizt und die Schleimproduktion des Organs kann infolgedessen zurückgehen. Im Verlauf kann so der wichtige Schutzfilm des Magens stark reduziert werden, was eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) zur Folge haben kann. Diese sollte unbedingt beim Tierarzt behandelt werden.

Folgende Symptome und Verhaltensweisen sollten Sie bei Ihrem Hund auf keinen Fall unbeachtet lassen – unabhängig davon, ob er Mandarinen gefressen hat oder nicht:

  • Übelkeit
  • Erbrechen weißen Schleims
  • Durchfall
  • Gras fressen

Auch interessant: 10 Lebensmittel, die für Hunde giftig sind

Inhaltsstoffe der Mandarine sind für Hunde gesund

Neben verschiedenen Vitaminen, darunter Vitamin A und C, enthalten Mandarinen auch wichtige Mineralstoffe. Dazu gehören Kalium, Magnesium und Calcium. Die Fruchtsäure der Mandarinen kann in diesem Fall sogar von Vorteil sein, denn sie unterstützt die Calciumaufnahme, erklären die „Petdoctors“. So könne das in der Frucht enthaltene Calcium besonders gut aufgenommen werden. In Mandarinen enthaltenes Kalium unterstützt die Muskeln und Nerven Ihres Hundes, während Magnesium den Energiehaushalt maßgeblich beeinflusst. Eine ausgewogene Ernährung Ihres Hundes kann jedoch auf keinen Fall durch die Gabe ein paar weniger Stücke Mandarine ergänzt werden.1

Inhaltsstoffe pro 100 Gramm im Überblick:

  • Vitamin A: 18 µg
  • Vitamin B1: 60 µg
  • Vitamin B2: 30 µg
  • Vitamin B3: 200 µg
  • Vitamin B5: 23 µg
  • Folsäure: 7 µg
  • Vitamin C: 30.000 µg
  • Vitamin E: 320 µg
  • Vitamin K: 3 µg

Auch interessant: Welches Obst Hunde (nicht) fressen dürfen

Die Schale der Mandarine hat es in sich

Wer seinem Hund ein Stück Mandarine füttern möchte, sollte dies unbedingt ohne Schale tun. Das gilt besonders für nicht biologisch angebaute Früchte, da sie zur längeren Haltbarkeit mit Konservierungsmitteln behandelt werden. Wer sich und seinem Hund Bio-Mandarinen kauft, kann die Schale der Früchte jedoch ebenfalls verwerten.

Die Schale enthalte eine große Menge Antioxidantien, wie die „Petdoctors“ zu berichten wissen. Diese Antioxidantien sollen nicht nur eine entzündungshemmende Wirkung haben, sondern auch das Risiko einer Tumorbildung verringern können. In Form von Pulver können Hundehalter die getrocknete und vollständig von der weißen Haut abgelöste Schale sogar unter das Futter ihres Tiers mischen.

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Dürfen Hunde das Weiße an der Mandarine mitessen?

Beim Schälen der Mandarine bleibt häufig das sogenannte Mesokarp zurück – das weiße, faserige Gewebe zwischen Frucht und Schale. Aus menschlicher Sicht oft als störend empfunden, stellt es für Hunde kein Problem dar. Im Gegenteil: Das weiße Fruchtfleisch enthält wertvolle Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen können. Es ist daher unbedenklich, wenn Hunde dieses mitessen – sofern die Mandarine in Maßen gefüttert wird. Aufwendig entfernen müssen Hundebesitzer das Weiße also nicht.

Wann Hunde keine Mandarinen essen sollten

Obwohl die Obstsorte einige Inhaltsstoffe besitzt, die gesundheitsfördernd sein können, gibt es einige Fälle, in denen Hunde keine Mandarinen essen sollten. Dazu zählen aufgrund der Fruchtsäure Hunde mit empfindlichem Magen – sie sollten die Frucht definitiv nicht gefüttert bekommen. Auch Mandarinen aus der Dose sind wegen des Zusatzes von Zucker für die Tiere nicht geeignet, es sei denn, man achtet beim Kauf darauf, dass explizit darauf steht, dass kein zusätzliches Süßungsmittel hinzugefügt wurde.

Ebenso sollten Hunde mit einer Diabeteserkrankung oder Übergewicht keine Mandarinen essen, erklären die Tierärzte von „PetMD“. Der Fruchtzucker könne bei Hunden mit Diabetes zu Schwankungen der Blutzuckerwerte führen – denn bei 100 Gramm Mandarine liege der Zuckergehalt bei 10 Gramm. Bei einem übergewichtigen Hund sollte in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt eine kalorienarme Nahrung gefüttert werden – der Fruchtzucker in Mandarinen sollte in diesem Fall gemieden werden.2

Quellen

  1. geo.de, „Mandarinen: Diese Vitamine stecken drin“ (aufgerufen am 19.12.2025) ↩︎
  2. kochenfuerhunde.de, „Mandarine für Hunde“ (aufgerufen am 19.12.2025) ↩︎

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