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TV-Star im Interview

Isabell Horn und ihre Katze teilen sich auch das Bett

Fast jede Familie steht irgendwann vor der Frage: Sollen wir uns ein Haustier anschaffen oder nicht? Für Schauspielerin Isabell Horn (38) ist ganz klar: „Mich gibt's nur mit Katze.“ Das musste auch ihr heutiger Ehemann Jens Ackermann akzeptieren. Beim ersten Kennenlernen noch absoluter Tierneuling hat er sich mittlerweile zum Top-Katzen-Papa gemausert. Und auch die Kinder werden ganz behutsam an die Tierwelt herangeführt.

Katzen haben Isabell Horn schon durch einige Krisen geholfen, wie sie im großen PETBOOK-Interview verriet. In Teil 2 (hier geht’s zu Teil 1) spricht die Schauspielerin und Buchautorin („Bleibt das jetzt so? Die Depression, mein unperfektes Leben und ich“) erstmals über den traurigen Abschied von ihrer Katze Lotti, wie Schwangerschaft und Katzenhaltung gut zusammen funktionieren und was sie sich von Haustierhaltern wünscht.

PETBOOK: Isabell, Du kommst aus einer Familie mit viel Tiererfahrung. Deine Eltern haben dir schon früh Verantwortung für die Tiere übertragen. Erzähl uns doch davon!
Isabell Horn:
„Das war tatsächlich eine bewusste Entscheidung von ihnen. So habe ich Verantwortung gelernt und wirklich behutsam mit den Tieren umzugehen. Auch, was es bedeutet, ein eigenes Tier zu haben. Es ist ein Lebewesen und benötigt nicht nur Futter und Wasser, sondern auch Liebe, Zuwendung. Dann ist das Tier mal krank, dann muss man zum Arzt, man leidet auch mit. Das gehört alles dazu.“

Möchtest du deine Kinder Ella und Fritz ebenso an die Tierwelt heranführen?
„Meine Kinder sollen auch mit Tieren groß werden und diese Liebe spüren und kennenlernen. Ich habe früher beispielsweise mit meinen Tieren gesprochen, die waren Trost und auch Kameraden. Ja, mir ist so ein achtsamer Umgang mit der Umwelt total wichtig. Aber auch, dass meine Kids schon Verantwortung lernen.“

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Wobei dürfen deine Kinder denn schon helfen?
„Naja, wir als Eltern haben schon die Hauptverantwortung, aber beim Füttern unserer Katze Mia helfen die Mäuse super mit. Sie erinnern uns sogar daran, dass die Katze noch gefüttert werden muss. Und Kuscheln und Spielen natürlich. Aber zum Beispiel das Katzenklo – das machen sie nicht sauber, da sind sie zu klein und haben auch keine Lust darauf. Aber ich auch nicht.“

Und wer macht’s dann?
„Das macht mein Mann Jens. Der ist sowieso ein toller Katzen-Papa. Aber eher unfreiwillig.“

»Ich hätte so gern ein Minischwein. Und dann Miniziegen

Warum das?
„Naja, der Jens und Haustiere. Also Jens hatte kein Haustier, bevor er mich kennengelernt hat. Und mich gab’s nur mit den Katzen. Wir sind damals relativ schnell zusammengezogen. Da waren meine Katzen Mia und Lotti schon da. Und dann hieß es für mich beruflich, okay, ich bin jetzt fest in Köln bei einem Engagement und komme nur am Wochenende nach Hause.

Das hieß dann also, kümmere du dich mal bitte um die Katzen. Und zack hatte Jens dann zwei Katzenkinder. Wahnsinn, das hat er sich nie träumen lassen. Und dann ist er mit mir auch noch raus in den Wald gezogen. So aus Berlins Szeneviertel. Aber er macht das super, und ich glaube, er kann auch nicht mehr ohne Tiere.

Und ganz ehrlich: Ich möchte auch noch mehr Tiere. Ich hätte so gern ein Minischwein. Und dann Miniziegen. Ich glaube, ich brauche einen Hof. Ja, und Hühner liebe ich. Ich denke, wenn ich älter bin, brauche ich einen Hof mit vielen Tieren.“

Derzeit habt ihr eine Katze, früher zwei. Wie habt ihr euch denn in der Familiengründung mit den Tieren organisiert?
„Ja, das ist wirklich eine Herausforderung, vor der Familien häufig stehen, vor allem, wenn sich Nachwuchs angekündigt. Manche haben dann Sorge wegen der Hygiene oder wie sich die Tiere mit dem Baby verstehen. Während meiner Schwangerschaften waren Mia und Lotti ja schon lange da.

Beim Frauenarzt hieß es damals, wir müssten aufpassen bezüglich Toxoplasmose. Aber ich hatte nie wirklich starke Ängste, dass da was schiefgehen kann, weil wir uns vorher wirklich ausführlich informiert hatten und damit etwaige Bedenken auch gleich ausgeräumt wurden.“

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Wie genau habt ihr euch vorbereitet?
„Wenn ein Baby auf dem Weg ist, sollte Information das A und O sein. Man kann in Ruhe mit seinem Frauenarzt sprechen, wie man sich mit Haustieren verhalten soll. Und wenn man unsicher ist, hat man ja auch die Hebamme an seiner Seite. Wir haben ganz speziell mehr auf Hygiene geachtet. Jens hat das Katzenklo sauber gemacht, und ansonsten habe ich mich eher gefreut, als mich verrückt zu machen. Auf die schöne Zeit mit Baby und den Katzen.“

Wie war das erste Aufeinandertreffen zwischen eurer Tochter Ella und den Katzen?
“Ich glaube, ich war aufgeregter als die Katzen, weil das ja auch eine Umstellung ist, mit Baby und Katzen, so ungewohnte Geräusche und Gerüche. Aber wir haben das sehr behutsam gemacht, sehr ruhig. Wir haben dann die Babyschale abgestellt, sodass die Katzen daran schnuppern konnten, und einfach mal abgewartet.

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Als erstes kam unsere Lotti damals und war unglaublich neugierig. Was ist das? Was ist hier los? Und Mia kam dann hinterher. Die beiden Katzen waren sehr neugierig und haben diese Situation super angenommen. Später gab es dann natürlich mal Babygeschrei, klar. Aber auch das haben alle mit Bravour gemeistert. Die Katzen hatten ihre Rückzugsorte, das ist einfach wichtig, dass sie ihren Platz haben, an dem sie ungestört sind.“

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Gab es irgendwann mal Anzeichen für Eifersucht?
„Eifersucht war bei uns nie ein Thema. Das war eher direkt eine Freundschaft zwischen den Katzen und Ella. Allerdings habe ich es am Anfang nicht mehr geschafft, mit den beiden so intensiv zu spielen. Dafür waren sie dann mehr draußen unterwegs. Und Jens hat sich viel mehr um die beiden gekümmert. (Link zu Isabells Spiele-Hacks für Katzen, Video kommt)

Der Fokus von werdenden Eltern verlagert sich schon ein bisschen. Aber meine Katzen sind nach wie vor meine ersten beiden Kinder und werden es auch immer bleiben. Rückblickend muss ich sagen, Baby und Katzen zusammen sind sehr zeitintensiv. Aber es geht. Und ja, ich glaube, ich wurde beidem gerecht.“

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Hand aufs Herz – durften die Katzen mit ins Bett?
„Klar! Mia darf definitiv mit ins Bett. Und ich liebe es auch. Sie macht sich gerne breit, aber sie darf das. In der Anfangszeit mit dem ersten Kind war es so, dass wir die Katzen nicht ins Schlafzimmer gelassen haben, weil es doch mal sein kann, dass sie sich ins kleine Babybettchen legen oder womöglich vielleicht auf das Baby? Da sind wir auf Nummer sicher gegangen.

Aber dann, als die Kinder groß genug waren, änderte sich das. Und jetzt schläft Mia auch im Bett. Sie liebt es, wenn das Bett frisch bezogen ist. Gerade frisch bezogen, zack, Katze drin, alles wieder voller Haare.“

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»Traurige Erlebnisse gehören zum Leben mit Tieren dazu

Mittlerweile seid ihr nur noch zu fünft…
Ja, unsere Katze Lotti ist leider nicht mehr bei uns. Traurige Erlebnisse gehören zum Leben mit Tieren dazu. Sie haben eben eine gewisse Lebenszeit oder werden vielleicht auch krank. Und ich habe es auch erlebt, dass ich ein geliebtes Tier einschläfern lassen musste, sowohl den geliebten Heiner, meinen Kater in der Kindheit, als auch die Schwester von Mia, die Lotti.

Das ist noch gar nicht so lange her, da habe ich auch bisher gar nicht wirklich öffentlich drüber geredet, weil das natürlich wahnsinnig emotional ist. Lotti war ja ein Familienmitglied, und das verliert man dann und hat so viele Jahre miteinander geteilt, hat so viele Erinnerungen.

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Wie waren eure letzten Tage gemeinsam mit Lotti?
„Sie war schwer krank und konnte auch nicht operiert oder anderweitig geheilt werden. Lotti hat sich in der Zeit vor ihrem Tod immer mehr zurückgezogen. Katzen werden dann ja sehr still. Sie leiden auch leise. Wenn sie Schmerzen haben, miauen sie nicht oder schreien, sondern ziehen sich zurück. Sie bereiten sich aufs Sterben quasi vor.“

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Wie habt ihr euren Kindern den Verlust von Lotti erklärt?
„Wir sind recht offen damit umgegangen und haben versucht, das bildlich darzustellen. Lotti ist jetzt im Himmel, und sie ist immer bei uns, und es geht ihr jetzt besser. Sie hatte eine schöne Zeit mit uns allen, das war sehr wichtig zu erklären.

Aber vor allem für Ella war das nicht leicht. Sie war sehr emotional. Fritz hat das, glaube ich, noch nicht so richtig verstanden. Natürlich muss man das Geschehen gefiltert an die Kinder weitergeben. Aber dennoch sollte man offen darüber sprechen. Übrigens auch darüber, was das Erlebte für Emotionen weckt oder ob noch Redebedarf ist.“

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»So ein Haustier ist superleicht angeschafft. Aber es bedeutet viel Verantwortung

Wenn du Tieren einen Wunsch erfüllen könntest, welcher wäre das?
„Am wichtigsten finde ich nach wie vor einen achtsamen und liebevollen Umgang mit Tieren. Es ist normal, dass man nicht alles weiß oder auch mal ein Problem mit Vierbeinern hat. Aber da gibt es so viel Hilfe und auch Anlaufstellen, wo man Rat suchen kann.

So ein Haustier ist superleicht angeschafft. Aber es bedeutet viel Verantwortung. Dessen muss man sich bewusst sein. Stimmen die Gegebenheiten? Habe ich genug Platz, passt es in meinen Alltag? Und wenn man das alles beachtet, ist ein Tier eigentlich das größte Geschenk auf Erden.“

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